Wie aus einer alten Brennerei ein Gasthof wurde.

Schnapsbrennereien waren in Deutschland sehr verbreitet. Es gab sie in jeder größeren Ortschaft, aber auch oft in kleineren Dörfern. Im Jahr 1887 errichtet zugehörig zum Gut Nechlin. Ab dem Jahr 1993 fristete die Brennerei ein erbärmliches Dasein.

Kein Kessel zischte mehr, die Brennanlagen waren verschrottet, Türen und Fenster zer-
trümmert, die Ziegelwände lieblos mit Zement verschmiert, der Brennereischornstein kalt und alles war vermüllt….

Doch was sollte mit der „alten Brennerei" geschehen? Sie drohte langsam einzustürzen. Die Entscheidung über Abriss oder Sanierung wurde immer wieder verschoben. Eine zündende Idee hatte zunächst niemand. Erst durch die steigende Nachfrage an Über-
nachtungsgäste für die zahlreichen Hochzeitsgäste, die im Speicher feierten, reiften konkrete Ideen. Als wir mit Familie Müller 2013 den Bauantrag einreichten, für den Umbau zur Herberge, ahnten wir noch nichts von den Herausforderungen.

Im Sommer 2014 war das Gröbste geschafft und im Winter konnten erste Gäste begrüßt werden. Der Brennereigeist lebt in diesen alten Namen fort.